Migräne Symptome2018-12-16T16:39:05+00:00

Migräne Symptome

Migräne Symptome

Migräne Symptome sind in der Regel relativ eindeutig, allerdings ist zwischen den Migräne Symptomen im engen und weiten Sinne zu unterscheiden, denn eine nicht unerhebliche Rolle spielen die Begleitsymptome. Eine genaue Kenntnis der Symptome ist notwendig, damit Betroffene rechtzeitig erkennen können, dass ein Migräneanfall bevorsteht. Außerdem helfen die Symptome bei der Diagnostik und Therapie von Migräne. Wer unsicher ist, ob er unter Migräne leidet, kann sich einem Migräne Test unterziehen.

Migräne hat in der Mehrzahl der Fälle relativ eindeutige Symptome, so dass es außer Frage steht, zu überlegen, ob man von Migräne betroffen ist oder nicht. Typisch ist der halbseitige Kopfschmerz. Doch Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz. Außerdem kommen Symptome wie Reizüberempfindlichkeit, Schwindel, Übelkeit und Anderes hinzu. Migräne Symptome sind im Rahmen der Schulmedizin genau erfasst und auch kategorisiert in Abhängigkeit zur jeweiligen Migräneart und den einzelnen Phasen des Krankheitsverlaufs. Viele Betroffene fühlen sich allerdings schnell überfordert, wenn sie die ersten Symptome bekommen. Oft ziehen sie sich schnell zurück, weil sie wissen, dass ihre Umwelt bald für sie unaushaltbar sein wird. Dann verharren sie in abgedunkelten Räumen und können kaum oder gar nicht soziale Kontakte wahrnehmen. Sie isolieren sich und kommen erst wieder zum Vorschein, wenn die starken Symptome abgeklungen sind. Das muss aber nicht sein. Solange eine Migräne nicht geheilt wurde, müssen die Patienten symptomorientiert behandelt werden. Sie können aber auch Vieles selber tun, um beim rechtzeitigen Erkennen der Symptome diese zu lindern. Deshalb ist eine Kenntnis über die Migräne Symptome für Betroffene sehr wichtig.

Migräne Symptome und Begleiterscheinungen

Migräne weißt einen klassischen Schmerz auf, wodurch sie charakterisiert ist. Dennoch gibt es Menschen, die nicht immer wissen, ob sie unter Migräne Symptomen leider oder nicht. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte einen Arzt konsultieren und sich testen lassen. Eine Grundkenntnis der wichtigsten Symptome kann aber schon ausreichend sein, um die Frage, ob man unter Migräne leide oder nicht, beantworten zu können. Zur Antwort gehört vor allem das Leitsymptom – der spezifische Kopfschmerz.

Das Leitsymptom: Migräne Kopfschmerzen

Ein Leitsymptom wird auch Kardinalsymptom genannt. Es handelt sich um das bedeutsamste Zeichen für ein bestimmtes Krankheitsbild. Bei einer Diagnosefindung ist es unersetzlich, weil es das grundlegende Kriterium ist, womit Krankheiten definiert und diagnostiziert werden. Bei der Migräne ist das Leitsymptom der Kopfschmerz.
Laut der Internationalen Klassifikation der Krankheiten ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) ist Migräne unter G43.- gelistet und schließt allgemeine Kopfschmerzen aus. Der Kopfschmerz gehört nämlich zu Allgemeinsymptomen und ist als R51 registriert. G43.- gehört zu den episodischen und paroxysmale Krankheiten des Nervensystems. Im ICD-10 Code gibt es neun verschiedene Migränetypen. Das Leitsymptom gilt für alle. Der anfallartige Kopfschmerz ist zumeist sehr stark und tritt in der Regel halbseitig auf (Hemikranie). Der Schmerz wird als pulsierend in den Bereichen Stirn, Augen und Schläfen wahrgenommen. In Bewegung verstärken sich die Migräne Kopfschmerzen. Ruhe und Dunkelheit wirken lindernd.

Migräne Aura

Die Aura ist zwar kein Leitsymptom, aber für eine Diagnose richtungsweisend. Migräne Aura ist ein neurologisches Symptom und geht der Kopfschmerzphase voraus. Sie tritt ca. bei 20 % der Migräneanfälle auf. Mit ihr ist eine Unterscheidung zwischen der klassischen Migräne (mit Aura) und der gewöhnlichen Migräne (ohne Aura) möglich. Migräne und Aura gehören also nicht zwangsläufig zusammen. Unter der Aura versteht man dynamische Wahrnehmungsstörungen, die meistens die visuelle Wahrnehmung betreffen, aber auch andere sensorische Wahrnehmungen können eingeschränkt sein. Im Volksmund bezeichnet man die Aura ohne Migräne Kopfschmerzen als Augenmigräne (ophthalmische Migräne). Eine Aura liegt vor, wenn die Betroffenen z. B. gezackte Figuren sehen, das räumliche Sehen verlieren, unscharf sehen oder sogar halbseitig das Sehen verlieren. Das Geruchsempfinden kann gestört sein – ebenso kann es Sensibilitätsstörungen geben; dazu zählen u. a. der Verlust der Berührungsempfindung oder Kribbeln in Armen, Beinen und Gesicht. Es kommt zu Gleichgewichtsstörungen, Sprachstörungen und anderen neurologischen Problemen. Die Aura wird nicht therapiert. Üblich ist eher eine Prävention durch das Meiden von Migräne Triggern. In akuten Phasen hat die Schulmedizin keine Möglichkeiten.
Migräne Reizüberempfindlichkeit

Reizempfindlichkeit

Ein weiteres „Symptom“, was im engen Sinne kein Symptom ist, ist die Tatsache, dass viele Betroffene äußere Reize sehr empfindlich wahrnehmen. Eine ständige Reizüberflutung kann Migräne begünstigen. Umgekehrt gilt, dass wer unter akuter Migräne leidet, sich von sämtlichen Reizen der Umwelt überfordert fühlt. Deshalb ziehen sich viele Patienten zurück und warten in stiller Resignation, bis die Migräneattacke vorüber ist. Erst wenn eine Besserung eingetreten ist, kommen sie der Umwelt wieder näher. Typisch ist eine Überempfindlichkeit gegenüber Sinnesreizen wie Licht, Geräusche und Gerüche. Der Rückzug in einen isolierten dunklen Raum dient der Reizverminderung und kann die akuten Symptome lindern.

Unspezifische Migräne Symptome

Weitere Symptome der Migräne sind Begleiterscheinungen. Diese können, müssen aber nicht zwangsläufig, auftreten. Hierzu zählen Erbrechen und Übelkeit, Müdigkeit, häufiges Gähnen, Magen-Darm-Störungen wie Verstopfung, Heißhunger, Appetitlosigkeit, Schwindel und Gleichgewichtsstörungen. Je nach der Phase des Migräneverlaufs kommen die Symptome unterschiedlich stark zur Geltung – natürlich auch in Abhängigkeit zur Konstitution der Betroffenen sowie zur aktuellen Lebenslage. Um die Symptome zu lindern, können punktuelle Verfahren genutzt werden. Das heißt, es wird ausschließlich symptomorientiert behandelt. Wer unter Verstopfung leidet, kann verdauungsfördernde Mittel nehmen. Bei Brechreiz können ebenso Medikamente helfen. Allerdings ist zu bedenken, dass Inhaltsstoffe von Medikamenten Migräne auslösen oder verstärken. Deshalb ist bei der Frage der Symptombehandlung ein Arzt hinzuzuziehen.

Symptome frühzeitig erkennen

Symptome sind für die Betroffenen zwar eine Belastung. Sie können aber auch sehr hilfreich sein, denn sie sind Hinweise auf bestimmte Störungen. Für den Arzt dienen sie der Diagnostik. Wer unter Migräne leidet, sollte aber auch sehr genau auf seine Migräne Symptome achten, um sich rechtzeitig auf die Migräneattacke vorbereiten zu können. Bei ca. 30 % der Betroffenen kündigt sich eine Migräne nämlich durch Symptome an. Diese Vorbotensymptome können sowohl einige Stunden vor der Migräneattacke anstehen oder auch bis zu zwei Tage vorher auftreten. Typische Migräne Symptome sind hier Müdigkeit, häufiges Gähnen, Geräuschempfindlichkeit und Magen-Darm-Störungen. Auch der Heißhunger taucht in der Vorbotenphase auf. Wer diese Signale seines Körpers rechtzeitig erkennt, kann sich auf den Migräne Kopfschmerz vorbereiten. Er kann zum Arzt gehen, sich auf der Arbeit krankmelden, er kann sich in einen ruhigen und dunklen Raum zurückziehen oder auch die Medikamente bereithalten, die bei akuter Migräne verordnet sind.

Migräne Selbsttest

Wer nicht bei Kopfschmerzen sofort zum Arzt möchte, aber unsicher ist, ob bei ihm Migräne vorliegt, kann zunächst einen Selbsttest durchführen. Dieser ersetzt selbstverständlich keine ärztliche Untersuchung, aber er hilft, die eigenen Symptome zu deuten und den eigenen Körper besser kennenzulernen. Sollten Kopfschmerzen häufig bzw. regelmäßig auftauchen, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Es gibt verschiedene Tests und Fragen im Internet. Die Qualität dieser hängt davon ab, ob die Kriterien der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft berücksichtigt werden oder nicht.

Beschränkt sich der Kopfschmerz auf eine Kopfhälfte?

Einseitige Kopfschmerzen deuten auf Migräne hin. Meistens ist der Schmerzen im seitlichen Schläfen- oder Kopfbereich. Oftmals ist das Auge am Schmerz beteiligt und tut weh.

Treten die Kopfschmerzen pulsierend auf?

Pulsierende Kopfschmerzen deuten auf Migräne hin. Im Gegensatz zu einem dauerhaften Kopfschmerz verläuft die Migräne häufig wellenförmig. 

Sind die Kopfschmerzen mittelschwer bis schwer?

Kopfschmerzen bei Migräne können sehr schmerzhaft sein. Im akuten Anfall sind sie so stark, dass man meistens ohne Schmerzmittel nicht am Alltag teilnehmen kann. 

Gibt es Aktivitäten, die die Kopfschmerzen verstärken?

Wenn sich die Kopfschmerzen bei körperlicher Anstrengung, Lärm oder optischen Reizen wie Bildschirmarbeit oder Fernsehen verstärken, kann es sich um Migräne handeln.  

Kommt es neben den Kopfschmerzen zu Übelkeit und Erbrechen?

Übelkeit und Erbrechen im Rahmen eines Anfalls deuten auf Migräne hin. 

Gibt es die Begleiterscheinungen wie Licht- und Geräuschempfindlichkeit?

Während eines Migräneanfalles kann es zu Licht- und Geräuschempfindlichkeit kommen. Ebenso können ein Kribbeln des Armes oder des Gesichtes, sowie Nervenausfälle auftreten. 

Wenn kein Medikament eingenommen wurde: Dauern die Kopfschmerzen zwischen 4 und 72 Stunden?

Dies ist die typische Dauer einer Migräneattacke. Wenn der Anfall in diesem Zeitfenster auftritt, kann das Vorliegen einer Migräne wahrscheinlich sein. 

Gab es bereits mindestens fünf Kopfschmerzanfälle, bei denen die obigen Phänomene in Erscheinung getreten sind?

Migräne kann in jedem Lebensalter auftreten. Ab 5 typischen migräneähnlichen Kopfschmerzanfällen kommt die Diagnose Migräne in die nähere Auswahl und man sollte einen Arzt aufsuchen.  

Diese Fragen sollen nur Anhaltspunkte darstellen und eine vorläufige Systematik gewährleisten, um die eigenen Symptome einordnen zu können bzw. zu prüfen, ob Migräne Symptome vorliegen. Sollten diese vorhanden sein, sollte ein Facharzt aufgesucht werden, um sowohl eine ausführliche Diagnose zu erhalten als auch Therapiemöglichkeiten abzuwägen. Ein Migräne Test sollte nicht zu ernstgenommen werden, sondern eher als grobe Orientierung für die Migräne Symptome dienen. Hierfür kann man auch mehrere Tests nutzen, die im Internet freizugänglich sind.